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Dienstag, 26. Februar 2019

Der verständnisvolle Nachbar II: Retter in der Not

Mein Alptraumszenario, das mir seit jeher 
nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist:

Ungefähr sechs oder sieben Jahre ist es her, da wurde uns hier der Strom abgedreht (das war noch vor meiner Schilddrüsen-OP und vor der MCS). Wir saßen damals so richtig in der Kacke, da wir kein Geld für die Nachzahlung hatten. Aber nicht allein die Nachzahlung war es, die uns finanziell in einen Abgrund stürzte, sondern die generelle Lage, das wir mit zwo Personen nur 1x Stütze bekamen. Mein Lebensgefährte nämlich gar nicht, da er damals zwar zwei Mal festangestellt wurde (bei zwei unterschiedlichen Baumarktketten), aber beide Male um sein Gehalt betrogen worden war. Und auch wenn gerichtlich zu seinen Gunsten entschieden worden war (ihm hätte letztendlich allein von einem Arbeitgeber eine Summe in Höhe von 5.000 € zugestanden), so ging er dennoch leer aus.

Jedenfalls war es gegen Mittag, da gingen hier alle Geräte aus.  Natürlich war es Mitte/Ende November, wenn die Temperaturen gerade so richtig kuschelig draußen sind und man sich auch gar nicht den Arsch abfriert. Es tat einen lauten Knall "PENG" ähnlich dem Geräusch, wenn irgendwo eine Sicherung rausfliegt, nur wesentlich lauter.

Und dann saßen wir da: keine Heizung, kein Herd, kein warmes Wasser, kein Kühlschrank, kein Telefon, kein Tivi, kein PC. Es benötigte insgesamt (von Montag bis Freitag) vier ganze Tage, ehe der Strom wieder floss. In dieser Zeit half uns am zweiten Abend für zwei Stunden am Abend eine

Donnerstag, 7. Februar 2019

Du nervst, wenn du über deine Krankheit sprichst!




Auf diversen Plattformen kann man alle möglichen Dinge "ausblenden": Beiträge für eine gewisse Zeit abstellen, Benachrichtigungen von Leuten nicht mehr erhalten, Gruppen/Leute für kurze Zeit entabonnieren... Und man kann sich auch generell im Internet einfach fernhalten von Beiträgen (z. B. auf Blogs, Foren, Webseiten), auf/in denen Menschen über diverse Problematiken schreiben.

Das "Ausblenden" im wahren Leben ist heutzutage doch genauso leicht: man kontaktiert (ob per Mobile/Telefon oder ganz altmodisch per Brief, ob per eMail oder sonstiger Kontaktmöglichkeit) einfach niemanden mehr, von dem man sich belästigt fühlt.
Heutzutage? Es war doch schon immer so: nervt jemand (also rückt einem auf die Pelle) oder spricht über unangenehme Dinge, dann lässt man denjenigen einfach links liegen. Man unterbricht jeglichen Kontakt, meldet sich nicht mehr, geht nicht mehr ans Telefon, beantwortet eben einfach nix mehr, geschweige denn, das man die Person noch über die Gasse hinweg beim Namen rufen würde, um auf sich aufmerksam zu machen.

Was bringt das Ausblenden? Derjenige, der ausblendet, fühlt sich dann einfach wohler. Klar,

Samstag, 18. August 2018

Der verständnisvolle Nachbar 💗

Geburtstag vom Nachbarn (schräg gegenüber)
Wohnungstür ca. 1,3 m entfernt.


Mein Lebensgefährte begegnete ihm im Treppenhaus. Sie unterhielten sich kurz. Der Nachbar sagte:
"Ich feiere morgen Abend meinen Geburtstag, es kann also ein bisschen lauter werden."
"Das macht doch nichts!"
"Ich habe die Frauen, die ich eingeladen hab', schon direkt informiert, das sie kein Parfüm oder Deo benutzen sollen! Sie wollten wissen, warum das auf einmal bei mir verboten ist. Da hab' ich ihnen erklärt, das meine Nachbarin so wie allergisch darauf ist. Eine meinte dann, das das doch egal wäre, sie wären ja nicht in ihrer Wohnung. Ich hab' ihr gesagt, sie soll es weglassen, oder gar nicht her kommen. So!"

Als mein Lebensgefährte mir das erzählte, war ich den Tränen nahe, denn ich war einfach ergriffen von dem Mitgefühl und Verständnis, das mir mein unbekannter/bekannter Nachbar mit entgegenbrachte! 💗

Wir leben seit ungefähr zehn Jahren sozusagen Tür an Tür, haben aber nie wirklich Bekanntschaft geschlossen. Ist eben so in einer Stadt und einem Mietshaus mit x Mietparteien, in denen manchmal so ein reger Wohnungstausch herrscht, das man oft gar nicht mehr mitbekommt, wer noch zu den Nachbarn zählt. Schade, das ich nicht mal seinen Namen kenne... Ich würde mich gerne persönlich für diese Rücksichtnahme bedanken!

Bis sich diese Gelegenheit irgendwann ergibt, verleihe ich meinen verständnisvollen unbekannten und doch bekannten Nachbarn erstmal einen Kurt!