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Donnerstag, 14. November 2019

Eine Blutabnahme wie sie sein sollte


➤ hierzu bitte diesen Beitrag vorab lesen!


Der Hinweg

Alles war abgeklärt. Jetzt stand er also tatsächlich an: der Termin zur Blutabnahme (zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren, also seit 2017). "Wieso ist das so 'ne dolle Sache?" wird sich vielleicht der ein oder andere fragen. Für mich auf jeden Fall - und für jeden anderen Menschen, der unter (schwerer) MCS leidet.
Denn Fakt ist: das muss alles sehr schnell und reibungslos, wie auch mit dem geringstmöglichen Risiko für Leib und Leben ablaufen. Jede noch so kleine Exposition an Desinfektionsmitteln, Formaldehyd, Duftstoffen etc. kann riskante Auswirkungen auf den MCS-geschädigten Körper nehmen.

❗ Hierzu zählt nicht allein der Besuch in der Arztpraxis selber,
sondern auch der Hin- und der Rückweg ❗

Ein Alptraum ist hier die Innenstadt. Sicher, die Arztpraxis selber ist nicht so weit entfernt (ca. 1 km), aber hier gilt es doch etliche Hindernisse zu überwinden bzw. zu umlaufen. Allein den Schwefelbrunnen (der Kochbrunnen, siehe auch Kochbrunnen Wiesbaden) ... die dampfenden Gullis

Mittwoch, 22. Mai 2019

(Alp-)Trauma-Thema: Strom - mal wieder abgestellt

... och nöö, Mensch, zahl doch mal endlich die Rechnung!



Dies mag sich so der ein oder andere denken, wenn geneigte/r LeserIn diesen meinen Beitrag gelesen hat.

Fakt ist: die Nachzahlungen (ja, richtig, die Mehrzahl, denn frecherweise wurden binnen weniger Tage plötzlich angeblich zwei Nachzahlungen fällig, nicht nur eine - wie es normalerweise anzunehmen ist) wurden getätigt, das Amt überweist auch weiterhin pünktlich das Geld direkt an den Stromanbieter [⮞ zur Info für diejenigen, die meinen das Gesundheitsgeschädigte und (Schwer-)Behinderte zu den 'Sozialschmarotzern' zählen: die Knete für den Strom geht von meinem Geld ab!].

Und doch - heute war der Strom schon wieder weg. Hätte ich mich nach einigen wenigen Stunden Schlaf nicht im Bett rumgedreht und auf die Uhr gesehen (da Radiowecker und somit an die Steckdose angeschlossen) und mit Schrecken festgestellt, das da keine Zahlenanzeige mehr war... tja, dann hätte ich wohl noch einige Stunden schlafen können und nicht mal gemerkt, das wir keinen Strom mehr haben.

Wieso das jetzt mal wieder? 

Auf diese Antwort muss geneigter Leser noch einen Moment warten. Denn zuerst kam folgendes:

Ich bin sofort aufgesprungen (nicht sehr zuträglich für den Kreislauf und meinen Herz-Rhythmus) und durch die Wohnung geeilt. Alles abgecheckt, ob der Strom wirklich überall weg ist (und nicht vielleicht nur eine Sicherung rausgesprungen ist).
Zuletzt im Wohnzimmer angekommen war klar: Der Strom wurde mal wieder abgestellt. Zum

Dienstag, 26. Februar 2019

Der verständnisvolle Nachbar II: Retter in der Not

Mein Alptraumszenario, das mir seit jeher 
nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist:

Ungefähr sechs oder sieben Jahre ist es her, da wurde uns hier der Strom abgedreht (das war noch vor meiner Schilddrüsen-OP und vor der MCS). Wir saßen damals so richtig in der Kacke, da wir kein Geld für die Nachzahlung hatten. Aber nicht allein die Nachzahlung war es, die uns finanziell in einen Abgrund stürzte, sondern die generelle Lage, das wir mit zwo Personen nur 1x Stütze bekamen. Mein Lebensgefährte nämlich gar nicht, da er damals zwar zwei Mal festangestellt wurde (bei zwei unterschiedlichen Baumarktketten), aber beide Male um sein Gehalt betrogen worden war. Und auch wenn gerichtlich zu seinen Gunsten entschieden worden war (ihm hätte letztendlich allein von einem Arbeitgeber eine Summe in Höhe von 5.000 € zugestanden), so ging er dennoch leer aus.

Jedenfalls war es gegen Mittag, da gingen hier alle Geräte aus.  Natürlich war es Mitte/Ende November, wenn die Temperaturen gerade so richtig kuschelig draußen sind und man sich auch gar nicht den Arsch abfriert. Es tat einen lauten Knall "PENG" ➤ ähnlich dem Geräusch, wenn irgendwo eine Sicherung rausfliegt, nur wesentlich lauter.

Und dann saßen wir da: keine Heizung, kein Herd, kein warmes Wasser, kein Kühlschrank, kein Telefon, kein Tivi, kein PC. Es benötigte insgesamt (von Montag bis Freitag) vier ganze Tage, ehe der Strom wieder floss. In dieser Zeit half uns am zweiten Abend für zwei Stunden am Abend eine

Samstag, 18. August 2018

Der verständnisvolle Nachbar 💗

Geburtstag vom Nachbarn (schräg gegenüber)
Wohnungstür ca. 1,3 m entfernt.


Mein Lebensgefährte begegnete ihm im Treppenhaus. Sie unterhielten sich kurz. Der Nachbar sagte:
"Ich feiere morgen Abend meinen Geburtstag, es kann also ein bisschen lauter werden."
"Das macht doch nichts!"
"Ich habe die Frauen, die ich eingeladen hab', schon direkt informiert, das sie kein Parfüm oder Deo benutzen sollen! Sie wollten wissen, warum das auf einmal bei mir verboten ist. Da hab' ich ihnen erklärt, das meine Nachbarin so wie allergisch darauf ist. Eine meinte dann, das das doch egal wäre, sie wären ja nicht in ihrer Wohnung. Ich hab' ihr gesagt, sie soll es weglassen, oder gar nicht her kommen. So!"

Als mein Lebensgefährte mir das erzählte, war ich den Tränen nahe, denn ich war einfach ergriffen von dem Mitgefühl und Verständnis, das mir mein unbekannter/bekannter Nachbar mit entgegenbrachte! 💗

Wir leben seit ungefähr zehn Jahren sozusagen Tür an Tür, haben aber nie wirklich Bekanntschaft geschlossen. Ist eben so in einer Stadt und einem Mietshaus mit x Mietparteien, in denen manchmal so ein reger Wohnungstausch herrscht, das man oft gar nicht mehr mitbekommt, wer noch zu den Nachbarn zählt. Schade, das ich nicht mal seinen Namen kenne... Ich würde mich gerne persönlich für diese Rücksichtnahme bedanken!

Bis sich diese Gelegenheit irgendwann ergibt, verleihe ich meinen verständnisvollen unbekannten und doch bekannten Nachbarn erstmal einen Kurt!


Mittwoch, 2. August 2017

neuer Arzt, neues Glück

Nach dem letzten, geplatzten Termin bei einem unbekannten Arzt, hielt sich meine Begeisterung sehr in Grenzen, als mein Lebensgefährte mir von einem Arzt erzählte, der nicht nur hier in der Nähe sei, sondern der auch ursprünglich aus der Heimat meines Freundes stammt. Er sei somit ein "Landarzt", ein "Landei", und ganz jung ist er auch nicht mehr. Zudem decke er mehrere Fachrichtungen ab, und wir sollten es bei diesem Arzt probieren. Ich sagte meinem Lebensgefährten, das er das selber

Montag, 10. Juli 2017

der selbe Handwerker, die selbe Story

Fast exakt ein Jahr nach dem Termin zur Überprüfung der Rauchmelder in der Wohnung erhielten wir ein Schreiben mit dem diesjährigen Termin. Da ich niemanden in der Wohnung haben will und kann bat ich meinen Lebensgefährten, bei der zuständigen Firma anzurufen und abzusprechen, das die Überprüfung von uns selber durchgeführt wird und hierfür niemand in die Wohnung gelassen wird. Gesagt, getan: niemand telefonisch zu erreichen.

Leichte Panik machte sich breit - oder eher die Angst, die sich verstärkte. Ich war hypernervös. Die ganze Aktion mit den Rauchmeldern dauert nur um die 2-3 Minuten, aber der jeweilige Handwerker muss jeden Raum betreten - für mich eine mittelschwere bis schwere Katastrophe, da mir dann nicht mal mehr das Schlafzimmer als Rückzugsort bleibt.

Am Morgen vor der Begehung war ich so nervös, das ich nicht mehr klar denken konnte. Ich zitterte am ganzen Körper. Plötzlich hörte ich die Wohnungstür knallen (ohne, das es zuvor geklingelt hätte), und zwei Minuten später kam mein Lebensgefährte mit dem Mess-Stab (wie auch immer man dieses Teil nennt, mit dem man wie eine Armverlängerung bequem vom Boden aus die Rauchmelder anstupsen und somit überprüfen kann, ob sie funktionsfähig sind) ins Wohnzimmer spaziert, stupste gegen den Rauchmelder, wiederholte das in allen anderen Räumen, war zur Tür raus verschwunden.

Als er dann nach einer kurzen Weile endlich zurück ins Wohnzimmer kam, fand er mich ziemlich verdattert aber auch sichtlich erleichtert vor.

"War der selbe wie letztes Jahr. Er hat schon vom Treppenabsatz gewunken, hat den Stab geschwenkt und gesagt, er könne sich gut an dich erinnern. Ich solle grade selber nachsehen und gut ist."

Ach ja, dieser Handwerker - den ich noch nie zu Gesicht bekommen habe, und das ist schon schade, denn ich würde ihm wirklich gerne für seine Rücksichtnahme danken! - hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Natürlich bekommt er wieder einen Kurt für seine Freundlichkeit.


 Ganz toll, das es auch solche Menschen gibt! 💗

Donnerstag, 30. Juni 2016

Überprüfung der Rauchmelder

... oder: der einsichtige Handwerker

An sich ist das kein großes Ding: der Handwerker kommt mit seinem Teststab (wie auch immer man dieses Gerät nennt), drückt das Teil gegen den Rauchmelder, dieser blinkt auf, Test beendet. Das wird 3x wiederholt, da wir hier drei Rauchmelder haben. Und diese mussten wir anbringen lassen, da das vom Gesetzgeber in Mietwohnungen mittlerweile vorgeschrieben ist.

Aufgrund meines desolaten Zustandes hatte ich natürlich wieder furchtbare Angst, das der Handwerker irgendeinen Duft an sich haben könnte: Weichspüler/Waschmittel, Deo, Aftershave oder sonstiges. Doch noch ehe ich etwas sagen konnte, versprach mein Lebensgefährte mir, mit dem Mann zu sprechen, damit er die Wohnung nicht betritt.

Es klingelte also, mein Freund trat schon direkt in den Treppenflur und schloss die Tür schnellstmöglich (da der Handwerker bereits hier wartete). Ich hörte nur Gemurmel, dann öffnete die Tür sich wieder, mein Freund trat ein, in der Hand den Teststab. Keine zwei Minuten später wieder Gemurmel im Hausflur, die Tür schloss sich wieder, Angelegenheit erledigt. Mein Freund kam grinsend ins Wohnzimmer und meinte:
"Als ich ihm gesagt habe, das er die Wohnung nicht betreten könne, da er für die Arbeitskleidung mit Sicherheit Weichspüler oder ähnliches benutzen würde, und das du daraufhin Anfälle bekommst, meinte der Handwerker, das er das kennen würde. Er hätte schon öfter davon gehört, das es immer mehr Menschen gibt, die auf Gerüche stark reagieren, und er wäre froh, das ich ihm das vorher gesagt habe. Das wolle man ja niemandem zumuten, das es einem dann so schlecht ginge, nur weil man selber Waschmittel oder sowas benutzt."

Für diesen Handwerker kann ich nur den Daumen hochhalten, klasse Einstellung! (Ich glaube, ich brauche noch ein Pendant zu 'Roy' für solche Menschen!)

edit: Nachträglich an dieser Stelle bekommt der Handwerker von mir den Kurt verliehen.^^


Montag, 6. Juni 2016

Arztbesuch beim Schmerztherapeuten

Seit ca. 4 Monaten war ich nicht mehr vor der Tür aufgrund meiner MCS. Und davor auch seit ungefähr November nicht mehr (genau merken kann ich mir die Monate nicht mehr, die Zeit, eingesperrt in der Wohnung, ist zeitlos geworden).

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AUSGANGSSITUATION:

Freitags vor zweieinhalb Wochen stand ich auf und konnte meine Arme nicht mehr richtig bewegen. Meine Knie fühlten sich an wie Pudding. Beim geringsten Anheben der Arme (z. B. beim Zähneputzen und auch beim Nehmen des Wasserglases) wurde mir schlecht, als müsse ich mich übergeben. Nervenschmerzen machten sich im gesamten Körper breit. Mir wurde plötzlich so schwindelig (Drehschwindel), ich bekam Herzrasen, der Brustkorb tat furchtbar weh, der linke Oberschenkel schmerze mit einemmal fürchterlich... es zwang mich in die Knie vor lauter Schmerz. Mir sackte der Kreislauf weg, es flimmerte mir vor den Augen. Ich schleppte mich auf's Sofa - ca. 8-10 Meter nur vom Bett entfernt.

Ich lag eine Weile regungslos. Nach ungefähr einer halben Stunde schien mein Zustand sich stabilisiert zu haben. Ich dachte, ich könne mich aufsetzen. Doch kaum, das ich meine Finger bewegte, meine Hände, meine Arme, um mich abzustützen, sackte wieder der Kreislauf weg. Ein schrecklicher, angsterregender Schmerz durchlief meinen