Freitag, 3. April 2020

Essperiment: Rosenkohl




Produkt: Rewe Bio-Rosenkohl (Tiefkühl)



Was kann man über Rosenkohl sagen? Lecker! 😊 Als Kind verabscheut, als Erwachsene dann in unregelmäßigen Abständen mit Genuss verzehrt. Das ist schon so lange her, das ich mich so nach dem Geschmack gesehnt hatte, das es endlich soweit war: tiefgekühlter Bio-Rosenkohl musste her!

Leicht angetaut, dann nur mild und langsam durchgegart. Rosenkohl muss knackig und bissfest sein, so entfaltet er sein typisches Aroma: der fast unterschwellige, kohltypische bittere Geschmack, der von der Süße verdrängt wird. Einfach nur jammi!

Wunderbar passt milder Käse dazu - ob nun überbacken (in der Pfanne darüber gegeben) oder als Beilage zu Brot und Butter. Natürlich als deftiges Kartoffelgericht ebenfalls ein Hochgenuss!



Einziges Symptom: Die Verdauung muss sich nach so vielen Jahren erstmal daran gewöhnen. Dennoch gab es weder Schmerzen noch Krämpfe.




Donnerstag, 12. März 2020

Essperiment: Brokkoli 🥦





Produkt: Rewe Bio Brokkoli (Tiefkühl)



Brokkoli war immer eines meiner Lieblingsgemüse. Doch seit meiner SD-OP wagte ich mich nicht mehr an dieses kaliumhaltige und sehr gesunde wie auch variationsreiche Gemüse. Vor einigen Wochen ritt es mich: mein Mut(bert) gewann die Oberhand, den ich seit über einem Jahr hinsichtlich Ernährung aufgebaut und beibehalten habe. Also immer her mit dem grünen Zeugs!

Doch Obacht! Ich genieße dieses frische - wenn auch schockgefrostete - Gemüse nicht zur Unkenntlichkeit (oder wohl eher zur Ungeschmacklichkeit) zergekocht. Auftauen - ein wenig. Dann ab in die Pfanne (ja, das geht auch ohne jegliche Beigabe von Butter, Öl oder Fett!) oder direkt drauf auf eine meiner Pizza-Variationen. Da diese in der Pfanne zubereitet werden, zieht der Brokkoli wunderbar durch, die Nährstoffe machen den Teig geschmeidig und locker, und - voilà - der Brokkoli ist so, wie er sein sollte: knackig und doch zart, vitamin- und nährstoffreich und einfach köstlich!



In Soßen ist er übrigens ebenso zu handhaben: leicht aufgetaut in der Soße erwärmen (nicht durchkochen!), oder auf ein heißes Mahl geben.

Infos darüber, wie man Brokkoli richtig zubereitet, findet ihr u. a. hier oder auch an dieser Stelle.



Montag, 9. März 2020

Blutabnahme und die Folgen


Die Nacht zuvor konnte ich natürlich keine Minute Schlaf finden - wie zu erwarten war. Dennoch war ich weder nervös, noch hatte ich Angst, noch grübelte ich die ganze Nacht. Im Gegenteil: ich fand Ruhe und habe die Dunkelheit und Stille genossen.
Doch kaum zog ich mich am Morgen an, setzte Kurzatmigkeit und Herzrasen ein - ich konnte kaum Atmen. Nein, keine Panikattacke, obwohl die Symptome damit zu vergleichen waren. Doch mit dieser Atemlosigkeit kämpfe ich seit vielen Monaten, und diese Anfälle vermehren sich zusehends. Abhilfe kann ich nur schaffen, wenn ich ruhig liege/sitze, meine Atmung kontrolliere und viel Wasser trinke - und vor allem: wenn ich meinen Körper "runterkühle", sprich Fenster auf und so lange geöffnet lassen, bis ich vor Frieren zittere. Dann beginnt sich meist meine Magensäure etwas zu regen (vergleichbar mit Magenknurren), und plötzlich löst sich der "Knoten" und ich kann normal atmen und bekomme wieder Luft, das Herzrasen und die Kurzatmigkeit legen sich.

Jedenfalls war der Weg hin und zurück die Hölle:

Mittwoch, 20. November 2019

Warum ich verärgert bin über das Ergebnis


... der Blutabnahme 


Heute also "der große Tag": das Ergebnis war da.

Pause.

Dann begann es in mir zu brodeln. Ich unterdrückte es und genoss meine vorabendliche Serie.

Pause.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden wuchs die Wut. Ich konnte mir mein Gefühl nicht erklären. Versuchte, in mich hineinzuhorchen, zu ergründen, warum ich solchen Zorn empfand.

Pause.

Die Abendserie begann (21 Uhr, zwei Folgen). Danach besuchte mich mein engster Feind: der tote Punkt. Ich konnte die Augen nicht mehr aufhalten. Ton vom Tivi aus, Brille abgelegt, eingedöst.
Nachdem ich gegen 23:20 Uhr geistig und körperlich langsam wieder zu mir kam, dachte ich klarer über das Ergebnis der Blutuntersuchung nach. Abgeklärter, nicht mehr so versteift und emotional.

Fakt ist, das - obwohl ich mehr als zwei Jahre nicht mehr zur Blutabnahme war - sich meine Werte nicht verändert haben. Naja, in minimalem Bereich. Das Ferritin (= Speichereisen) hat ein wenig abgenommen.
 Der TSH - der Wert, der die Schilddrüse stimuliert aber völlig unwichtig ist, wenn man keine SD mehr hat - ist unwesentlich erhöht: 1,76, also noch unter 2,0. Nicht wirklich so der Hammer, denn meine Spekulation lief in Richtung 4-7 (aufgrund meiner Symptome). Die freien Werte, die relevant sind, liegen wie seit Jahren, bei (fT4) auf 68,75% und (fT3) 37,50%.

Vitamin-D3 wurde gar nicht genommen (da bin ich ein wenig sauer auf meinen Lebensgefährten, dem ich wochenlang nahegelegt hatte, dies zu regeln, zur Not auf Selbstkostenbasis).

Wütend also worauf genau? 

... das ich nicht viel Handlungsspielraum habe, meine SD-Hormone anzuziehen, also zu erhöhen;
... das ich Jahre zuvor ständig Schwankungen hatte, durch die die MCS verschlimmert wurde, und ich jetzt seit ca. eineinhalb Jahren einigermaßen stabil war - trotz aller Symptome;
... das die MCS nun doch die vornehmliche Erkrankung ist, auf die ich mehr eingehen muss;
... das ich nicht weiß, wie ich das alles handhaben, erklären und schaffen soll: denn mir wird wieder ein Ärztemarathon bevorstehen, bis ich einen kompetenten Ansprechpartner finde, der mich ernst nimmt;
...  das ich wieder komplett bei Null stehe...

Es klingt absurd, und doch muss ich es aussprechen: extrem hohe SD-Werte wären mir lieber gewesen, denn dann hätte ich eine organische Erkrankung nachweisen können - schwarz auf weiß. So muss ich wieder alles erzählen, erklären und dem Mediziner vermitteln, das ich mir meine Erkrankungen nicht einbilde.

Natürlich bin ich weder auf mich selber wütend, noch auf den Arzt (den ich ja gar nicht kenne, da ich noch nie in Sprechstunde bei ihm war), geschweige denn auf das Labor, das die Werte genommen hat, und schon gar nicht auf meinen Lebensgefährten, der alles tut, mich zu unterstützen. Ich bin einfach zornig auf die gesamte Situation, wie sie jetzt gerade ist.

Und dieses Recht nehme ich mir raus, bis mir eine Lösung einfällt.


P.S.: wenigstens hat mein Lebensgefährte das Rezept für die 100 µg L-Thyroxin erhalten, ohne das dort noch darauf beharrt wurde, das ich zuerst Absprache mit dem Arzt halten solle. Wenigstens etwas. Seufz.

Montag, 18. November 2019

ich hibbel dem Blutergebnis entgegen...


Mein Lebensgefährte war heute in der Arztpraxis, in der ich am Donnerstag vorstellig war, und fragte an, ob das Ergebnis der Blutabnahme schon eingegangen sei. Leider nein.

Und jetzt hibbel ich dem Ergebnis entgegen. Nachdem ich so lange keine Blutuntersuchung mehr hatte, sich mein Allgemeinzustand ständig verschlechtert, halte ich es kaum noch aus, die Ergebnisse zu sehen - und überhaupt zu erfahren, welche Werte denn genommen wurden.
  Da ich vor Ort nicht fähig bin, lang und breit darüber zu sprechen, und lediglich meinem Lebensgefährten mitgeteilt wurde, das "alle Werte, die das letzte Mal vor über zwei Jahren genommen wurden" auch diesmal wieder eingeflossen sind, hoffe ich sehr, das doch wenigstens das 25-OH-Vitamin-D3 berücksichtigt wurde - wie es mein Partner angefordert hatte. Zur Not diesmal eben zum Selbstzahlerpreis, das würde ich in Kauf nehmen.

Ausnahmsweise halte ich mir selber mal die Daumen, das das Ergebnis dann eben Dienstag (19.11.) eingeht. Zumal auch meine SD-Hormone nur noch bis Freitag reichen, und ich gerne ein Rezept in höherer Dosis erhalten möchte, ehe ich dann nochmal die 75 µg einlösen, danach auf die 100er umsteige und somit den doppelten Rezeptpreis hinblättern muss.

Geduld ist derzeit so gar nicht meine Stärke. 😠

Donnerstag, 14. November 2019

Eine Blutabnahme wie sie sein sollte


➤ hierzu bitte diesen Beitrag vorab lesen!


Der Hinweg

Alles war abgeklärt. Jetzt stand er also tatsächlich an: der Termin zur Blutabnahme (zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren, also seit 2017). "Wieso ist das so 'ne dolle Sache?" wird sich vielleicht der ein oder andere fragen. Für mich auf jeden Fall - und für jeden anderen Menschen, der unter (schwerer) MCS leidet.
Denn Fakt ist: das muss alles sehr schnell und reibungslos, wie auch mit dem geringstmöglichen Risiko für Leib und Leben ablaufen. Jede noch so kleine Exposition an Desinfektionsmitteln, Formaldehyd, Duftstoffen etc. kann riskante Auswirkungen auf den MCS-geschädigten Körper nehmen.

❗ Hierzu zählt nicht allein der Besuch in der Arztpraxis selber,
sondern auch der Hin- und der Rückweg ❗

Ein Alptraum ist hier die Innenstadt. Sicher, die Arztpraxis selber ist nicht so weit entfernt (ca. 1 km), aber hier gilt es doch etliche Hindernisse zu überwinden bzw. zu umlaufen. Allein den Schwefelbrunnen (der Kochbrunnen, siehe auch Kochbrunnen Wiesbaden) ... die dampfenden Gullis gilt es zu umlaufen. Und um die Uhrzeit ist Donnerstags eine reine Hetzjagd angesagt: Straßenfeger, Laubbläser, Straßenreinigungsfahrzeuge... ein Alptraum! Die kreisen immer wieder um den zentralen Punkt, als würden sie ein lustiges "ich-krieg-dich-sowieso"-Spielchen veranstalten. Kräftezehrend und nicht zuträglich bei MCS. Das ständige Ausweichen, umgehen und die damit verbundene Anstrengung machen es nicht leichter, mit den Giftstoffen klarzukommen.

Heftig war der Gang auf einer Gasse, auf der die Geschäfte (Bäckerei, Metzgerei und Blumenladen) bereits geöffnet hatten - alle nebeneinander. Der künstliche Duft der Bäckerei, verursacht durch den Duftautomaten, war noch schlimmer und hat mich fast in die Knie gezwungen - die Muskelschwäche setzte automatisch ein, noch ehe ich die Bäckerei sehen konnte; Schwindel und Übelkeit, ich wollte spucken und kotzen; die Nase lief, der Reflux steigerte sich, Atemnot setzte auch ohne Herzrasen ein, Nervenstechen im Kopf, Gelenkschmerzen u. a. Symptome. Dabei war die Arztpraxis jetzt nur noch um die 30 Meter entfernt. Die Metzgerei hatte die Tür zwar geschlossen, aber ein heftiger Gestank der chemischen Beleuchtung setzte mir stark zu. Zudem - wieder, wie bei der Bäckerei - der künstlich erzeugte Geruch von "frischem Fleisch". Ich dachte, ich breche zusammen. Konnte mich kaum auf den Beinen halten, wollte aber nicht stehenbleiben. Und dann noch, die letzte Hürde, direkt danach: der Blumenladen. Ich weiß nicht, was das für Blumen waren, die auf der Gasse standen. Sie stanken widerlich. Sie durchdrangen alles... Sowas ekelhaft penetrantes!

 Ungefähr zwanzig Meter weiter waren wir dann endlich vor der Arztpraxis. Mein Lebensgefährte rein, zur Anmeldung. Ich wartete einige Minuten - leider eine Frau mit einer Kippe an mir vorbei gegangen, die mir dann den Rauch auch noch entgegen blies. Vermutlich, weil ich wie ein "Freak" aussehe, wenn ich mir ein Tuch vor Nase und Mund halte. Da muss man ja langsamer gehen, wenn man sieht, das jemand seine Atemwege schützen muss, und ihn noch reizen. Das dumme Grinsen von der Dame ging mir am Arsch vorbei, sowas kümmert mich schon seit Jahren nicht mehr.
 Dann kam mein Lebensgefährte, hakte mich unter, sagte mir in der Praxis, wo ich hinlaufen müsste (meine Brille war so beschlagen, das ich nichts mehr sehen konnte).

Das Labor: der Gestank ging mir durch Mark und Bein, das war wie in einem Horrorfilm für mich.

Mittwoch, 13. November 2019

Hätte schon längst gemacht werden sollen...


... habe ich aber dann immer aufgeschoben



Das die MCS mir immerzu einen Strich durch die Rechnung macht ist schon bittere Normalität geworden. Das sie mich aber ebenfalls an wichtigen Arztbesuchen hindert, ist ein nicht nur störender, sondern verstörender Faktor. Vor allem die regelmäßigen Blutuntersuchungen hinsichtlich der Schilddrüse sollte ich tätigen können. Geht aber nicht so, wie es sein sollte und wie ich es gerne hätte.

Seit einem Jahr zunehmende Symptome:
Herzrasen
 Schlaflosigkeit (2-3/10 Stunden im Bett, die ich mal gestückelt schlafen kann)
 zunehmende Angstzustände bis hin zu Panikattacken
 Erstickungsanfälle
 unglaublich schnelle Erschöpfung
 zunehmender Reflux, der mir oftmals das Atmen kaum noch möglich macht
 ständiger Husten (bedingt durch den Reflux, mal sauer, mal trocken)


Bei dieser extremen Atemnot, die der Refluxösophagitis ( = in meinem Fall ERD) zuzuschreiben ist, sind meine oberen Atemwege ständig gereizt. Ich denke, das hierbei auch Entzündungen im Halsbereich das freie Durchatmen hemmen. Die Magensäure läuft seit einigen Monaten auch in die Nebenhöhlen und durch diese stellenweise ab. Wenn durch meine Allergien und/oder